Infos für Jagdleiter

Jagdveranstalter sollen die Möglichkeit erhalten, Stöberhunde für eine effektive, tierschutzgerechte und störungsarme Abschusserfüllung über Bewegungsjagden einzusetzen.


Jagdveranstalter können bei Bedarf Hunde und Hundeführer beim zuständigen Regionalbeauftragten der Stöberhundgruppe Schwaben anfordern. Eine möglichst frühzeitige Terminabsprache wird dringend angeraten.

Unfallverhütungsvorschriften

Der Veranstalter hat für die Einhaltung der jeweils gültigen Bestimmungen der Unfallverhütungsvorschriften Sorge zu tragen.

 

Einsatzbedingungen im Revier
Die Reviergegebenheiten müssen eine Gefährdung der eingesetzten Hunde wie auch Dritter durch Straßen und Eisenbahnlinien weitgehend ausschließen. Vom Veranstalter sind darüber hinaus erforderliche Maßnahmen zur Verkehrssicherheit zu treffen.


Stöberhunde
Sämtliche von der Stöberhundgruppe Schwaben eingesetzten Hunde sind spurlaut. Sie stöbern selbstständig und werden vom Stand aus geschnallt. Zusätzlich können kurzjagende Hunde mit Durchgehschützen zum Einsatz kommen. Der zusätzliche Einsatz einer Treiberwehr ist daher nicht zwingend erforderlich. Der Einsatz einer Treiberwehr kann sinnvoll sein an Stellen, wo Hunde aufgrund einer Gefährdung etwa durch Straßenverkehr nicht eingesetzt werden können.

Alle eingesetzten Hunde müssen die von der Stöberhundgruppe Schwaben festgelegten Mindestanforderungen (Prüfungen) erfüllen, damit sie überhaupt eingesetzt werden können. Die Hunde sind somit „brauchbar“ im Sinne des Landesjagdgesetzes.
Um Junghunden (bis 24 Monate) die unverzichtbare Möglichkeit zur Einarbeitung zu geben, können und sollen diese neben einer ausreichenden Anzahl erfahrener Hunde nach Rücksprache mit dem Jagdveranstalter eingesetzt werden.
Die Anzahl der eingesetzten Hunde sollte auf die jeweiligen Revierverhältnisse abgestimmt sein. Als Faustregel kann ein erfahrener Hund für ca. fünf Hektar Einstandsfläche gelten. Die bejagte Fläche sollte 500 Hektar nicht überschreiten.


Hundeführerstände
Damit während der Jagd die Einstände durch die Hunde immer wieder beunruhigt werden können, sind die Hundeführer (HF) in der Nähe der Einstände abzustellen. Als Faustregel gilt: Hundeführer mit kurzjagenden Hunden sollen an kleinen, Hundeführer mit weitjagenden Hunden an großen Einstandsflächen abgestellt werden.

Die Gefahrenzone, in die nicht geschossen werden darf, muss gekennzeichnet sein. Außerdem ist der Hundeführer vom Ansteller nochmals gesondert auf diese Gefahrenzone hinzuweisen.


Verlassen des Standes
Der Hundeführer handelt situationsabhängig und darf seinen Stand verlassen:

  • wenn ein Hund deutlich erkennbar ein Stück Wild stellt
  • wenn ein Hund in Not gerät.

In beiden Fällen muss der Hundeführer vorher eine Warnweste anziehen und dann mit der Waffe, laut auf sich aufmerksam machend, das gestellte Stück angehen oder den verletzten Hund bergen. Sich stellendes gesundes Wild ist zum Verlassen des Einstandes zu bringen. Der Schuss auf gesundes Wild ist dem Hundeführer in dieser Situation untersagt. Sich stellendes krankes Wild ist vom Hundeführer abzufangen. Der Schuss ist nur im äußersten Notfall erlaubt. Aufgrund der Gefährdung des Hundes steht dabei die Auflösung der Situation und nicht die Schussabgabe im Vordergrund.

Gefährdung der Hunde

Bei der Ansprache zur Jagd hat der Jagdveranstalter alle teilnehmenden Schützen darauf hinzuweisen, dass kein Wild beschossen werden darf, wenn unmittelbar dahinter ein Hund das Wild jagt.


Stellt oder hält ein Hund ein Stück krankes Wild, dann darf unter keinen Umständen die Schusswaffe zum Einsatz kommen. Es ist mit der blanken Waffe abzufangen. Der Standschütze (Nichthundeführer) darf unter keinen Umständen seinen Stand verlassen. Der Standlaut (Ball) darf nur vom Hundeführer aufgelöst werden. Sind Hunde gefährdet, hat jeder Schuss zu unterbleiben.


Ferner ist darauf hinzuweisen, dass nach Beendigung der Jagd die Teilnehmer freilaufende Hunde unbedingt zum Sammelplatz bringen sollen.
Alle Hunde sind mit Signalhalsband gekennzeichnet, auf dem die Handynummer des Hundeführers deutlich lesbar verzeichnet ist. Es ist deshalb dem Hundeführer umgehend mitzuteilen, wenn sein Hund zum Sammelplatz mitgebracht wird.


Tierarzt/Notfalltelefon
Vor Beginn der Jagd müssen den Hundeführern die Telefonnummern und Wegbeschreibungen des nächstgelegenen einsatzbereiten Tierarztes, des Jagdleiters und des Anstellers ausgehändigt werden. Als sehr nützlich hat sich eine Kopie der Revierkarte mit den eingezeichneten Ständen erwiesen.
Der Tierarzt ist über die Jagd zu informieren. Bei Verletzung eines Hundes ist die Jagdleitung umgehend zu informieren. Dem HF muss es gestattet sein, sein Auto in zumutbarer Entfernung zu seinem Stand abzustellen.


Jagdhundeversicherung
Alle Hundeführer der Stöberhundgruppe haben eine Unfallversicherung für ihren Hund abgeschlossen. Die Versicherung kommt bis zu einer bestimmten Höhe für Tierarztkosten auf und bietet eine finanzielle Entschädigung im Todesfall.
Der Jagdveranstalter ist nicht berechtigt, weitere Kosten für Versicherungsbeiträge auf die Hundeführer umzulegen.


Treiber-/Standentgelte Hundeführer
Da die Hundeführer ihre Hunde zum Nutzen aller am Jagdtag einsetzen, darf den Hundeführern kein Treiber-/Standentgelt abverlangt werden.

Wenn Sie unseren Hunden für Ihren Einsatz eine Belohnung zukommen lassen wollen, dann können Sie dies gerne über eine Spende tun. Spenden kommen ausschließlich unseren Hunden zu Gute in Form von Trainingseinheiten (Saugatter,etc.), Schutzwesten, Ortungsgeräten, usw.