Richtlinien Stöberhundgruppe Schwaben

1. Ziel

Ziel der Stöberhundgruppe Schwaben ist die Förderung aller spurlaut jagender Stöberhunde (Deutscher Wachtelhund, div. Bracken-, Terrier- und Teckelrassen) oder deren Phänotypen mit entsprechend nachgewiesener Anlage Jagdveranstalter sollen die Möglichkeit erhalten, Stöberhunde für eine effektive, tierschutzgerechte und störungsarme Abschusserfüllung über Bewegungsjagden einzusetzen.

 

 

2. Regionalbeauftragte
Regionalbeauftragte sind die zuständigen Ansprechpartner der Stöberhundgruppe Schwaben. Ihre Aufgaben sind:

  • Führung der Mitgliederlisten
  • Aufnahme von Hunden und Hundeführern
  • Vermittlung von Hunden und Hundeführern an die Veranstalter von Jagden
  • Übermittlung von Verbesserungsvorschlägen der Hundeführer zur Verbesserung der Organisation von Bewegungsjagden
  • Öffentlichkeitsarbeit

 

 

3. Mitgliedschaft
Hundeführer, die die geforderten Mindestanforderungen (Ziff. 6) erfüllen, können Mitglied in der Stöberhundgruppe Schwaben werden. Es wird eine „Einsatzliste“ erstellt, die Kontaktdaten der Führer sowie die Leistungsmerkmale der Hunde beinhaltet.

 

4. Verhaltensregeln
Die Mitglieder verpflichten sich, nach den gültigen rechtlichen Bestimmungen zu jagen und sich an die Vorgaben des einladenden Jagdveranstalters zu halten. Straftatbestände und grobe Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften bedingen den Ausschluss.
Nach einer Jagd schickt der Hundeführer das ausgefüllte Meldeformular an den Regionalbeauftragten. Auf dem Formblatt sind Angaben bezüglich Termins, Einsatzort, Gastgeber, teilgenommene Mitglieder, andere Hunde, Organisationsablauf und Streckenergebnis zu machen.

 

5. Mindestanforderungen an den Hund
Für die Aufnahme in die Stöberhundgruppe Schwaben gelten folgende Mindestanforderungen:

  • Hunde bis 24 Monate erhalten den Status „in Ausbildung“. Neben den Kriterien „Spurlaut“ und „Sozialverträglichkeit“ werden keine weiteren Anforderungen an diese Hunde gestellt. Bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres festigen sich ihre Anlagen; hierzu sollen sie die Gelegenheit der Arbeit in der Praxis erhalten.

    Junghunde ohne Prüfung können nach vorheriger Absprache mit dem Jagdveranstalter eingesetzt werden.

 

  • Hunde ab dem 24. Monat müssen eine Anlagenprüfung  oder eine Brauchbarkeits(gebrauchs)prüfung nachweisen. Des Weiteren müssen sie im Fach „Stöbern“ bei einer dieser Prüfungen mindestens mit der Note „gut“ bewertet worden sein und den Spurlaut nachgewiesen haben.
    Bei vereinsunabhängig geprüften Hunden gilt eine bestandene Stöberprüfung mit Nachweis von Spurlaut, Finderwillen, Schussfestigkeit, entsprechendem Verhalten am erlegten Stück und Sozialverträglichkeit als gleichwertiges Indiz für die Brauchbarkeit im Einsatz auf Bewegungsjagden.
  • Bei andauernd ungenügender Leistung können auch Hunde ausgeschlossen werden. Es wird zwingend davon ausgegangen, dass der Hund im Einsatz Finderwille zeigt und selbstständig stöbert.
  • Bei den einzusetzenden Hunden sind das Leistungszeichen „S“ sowie der Härtenachweis erwünscht.

 

6. Anforderungen an den Hundeführer
Jeder Hundeführer muss im Besitz eines gültigen Jagdscheines sein.
Im Interesse des Tierschutzes, der Waidgerechtigkeit, aber auch in eigenem Interesse ist es für die Hundeführer verpflichtend, ihre Schießfähigkeiten für den Einsatz bei Bewegungsjagden auf dem Schießstand zu trainieren.

Die Hundeführer erklären sich grundsätzlich bereit, an dem von der Stöberhundgruppe Schwaben organisierten Schießtraining teilzunehmen.
Ein Nachweis über die Teilnahme am Schießtraining muss von den Mitgliedern jährlich erbracht werden.

 

7. Organisationsablauf
Die Veranstalter von Bewegungsjagden können Hundeführer beim Regionalbeauftragten der Stöberhundgruppe Schwaben anfordern.
Es gelten die von der Stöberhundgruppe Schwaben definierten Einsatzbedingungen.

 


8. Unfälle von Jagdhunden
Nach geltender Rechtsprechung muss der Jagdveranstalter für den Schaden aufkommen, den der Hund eines beauftragten Hundeführers im jagdlichen Einsatz erleidet. Selbstverständlich steht es jedem Hundeführer frei, seinen Hund anderweitig zu versichern. Der Jagdveranstalter ist nicht berechtigt, weitere Kosten für Versicherungsbeiträge auf die Hundeführer umzulegen.


9. Entgelte Hundeführer
Wir arbeiten ehrenamtlich. 

Spenden an die Organisation der Stöberhundgruppe werden in GPS-Sender für unsere Hunde investiert.